Eifelgeist - dreitägige Etappenfahrt Eifel 2013

Eifelgeist - dreitägige Etappenfahrt Eifel 2013


Am zweiten Septemberwochenende bot die Eifel eindrucksvoll ihr gesamtes Repertoire auf. Gluthitze und herbstliche Temperaturen, knackige Anstiege und rasante Abfahrten, tiefe Maare und dichte Wälder verschlafene Dörfer und nicht zu vergessen: unzählige Windräder. Doch jetzt der Reihe nach:



Am Freitag, den 06. September 2013 trafen sich zwölf Mitglieder des RTC-Mehlem in Wachtberg-Werthhoven zu ihrer dreitägigen Etappenfahrt durch die Eifel. Die Sonne schien von einem stahlblauen, wolkenfreien Himmel. Für diesen Tag hatten die Meteorologen Temperaturen oberhalb der 30-Grad-Marke gemeldet. Zumindest hier sollten sie mit ihrer Prognose recht behalten. Über die Grafschaft und die Kalenborner Höhe führte die Route über Altenahr, Kreuzberg und den Ahrradweg nach Fuchshofen.

Der erste Höhepunkt des Tages war der dort installierte "Stoppomat". Diese Einrichtung erinnert die Werktätigen an ihre tägliche Arbeit. Zu Beginn stempelt man die Anfangszeit auf eine mit Namen und Anschrift versehene Karte, rackert sich dann ab, was das Zeug hält und bewundert anschließend sein Werk. Im vorliegenden Fall bestand das Abrackern in der Fahrt nach Reifferscheid.

Der Weg in dieses kleine Dorf hoch über Adenau ist ca. fünf Kilometer lang und mit schnuckeligen 250 Höhenmetern bestückt. Gut, dass die Teilnehmer dort von einem befreundeten Ehepaar mit einem leckeren Imbiss und literweise Getränken versorgt wurden.

Anschließend ging es in ständigem Auf und Ab durch urige Eifeldörfer nach Daun und von dort immer dem Maare-Mosel-Radweg entlang. Nach schweißtreibenden 123 Fahrtkilometern und ca. 1.500 Höhenmetern wurde das erste Etappenziel, die Jugendherberge in Manderscheid, erreicht. Nachdem die Fahrräder eingeschlossen und die Fahrer geduscht waren, wurde der Tag mit einem Abendessen in einem gemütlichen Eifelgasthof abgeschlossen. Die Teilnehmer waren sich einig, an diesem Tag den Eifelgeist verinnerlicht zu haben. Und zur Überraschung aller gibt es diesen auch in flüssiger, hochprozentiger Form. Dieses Getränk spiegelt tatsächlich den Geist der Landschaft wider, dem es seinen Namen verdankt. Ein wenig schroff, vulkanisch-feurig, urig und naturbelassen macht es dennoch warm ums Herz.

Samstag, der zweite Etappentag: "Was ist denn mit dem Wetter los?! Wo ist die Sonne geblieben?" Diese Fragen beschäftigten die Fahrer. Und schon gingen nach dem Frühstück schon die ersten Hiobsbotschaften per SMS ein: "Dauerregen in Kerpen.", "Regen in Bonn-Mehlem." usw., uws. Doch in Manderscheid war dieses Regentief noch nicht angekommen.

Also wurde die Etappe um 09:30 Uhr gestartet. Mit von der Partie waren an diesem Tag zwei Mitglieder des RSC Prüm. Alfred und Toni hatten sich netterweise bereit erklärt, die Radler des RTC Mehlem ein Stück durch die Vulkaneifel zu begleiten. Über eine landschaftlich wunderschöne Strecke ging es durch idyllische Eifeldörfer mit den Namen Densborn, Pronsfeld, Bleialf, Schoenberg und Manderfeld (beide in Belgien) über Losheimergraben nach Hellenthal.

Nachdem die Teilnehmer trockenen Hauptes in der dortigen Jugendherberge ankamen und die Rennräder abgestellt hatten, begann es zu regnen. Glück gehabt, zumindest für diesen Tag! Die Tagesstrecke von 100 Kilometern mit 1400 Höhenmetern konnte ohne Regenjacke zurückgelegt werden.



Das sollte sich jedoch am letzten Etappentag gründlich ändern. Am Sonntag präsentierte sich die Eifel von ihrer anderen, ihrer ungemütlichen Seite. Dauerregen und Temperaturen von 10 Grad machten den Teilnehmern die Weiterfahrt nicht einfach. Der guten Laune tat das allerdings keinen großen Abbruch. Zwei Teilnehmer ließen sich von ihren mit dem Auto angereisten Frauen nach Hause mitnehmen; eine Entscheidung, die angesichts des vorherrschenden Sch…wetters durchaus verständlich war. Die restlichen Teilnehmer fuhren unverdrossen mit ihren Rädern, jedoch auf einer geänderten Strecke und auf kürzestem Weg nach Hause. Glücklich über gefahrene 300 Kilometer und ca. 3.400 Höhenmeter kamen die durchnässten Teilnehmer gegen Mittag wieder zu Hause an.

Eines zeigte diese Tour eindrucksvoll: Die Eifel ist ein hervorragendes Rennradrevier. Jedoch ist sie angesichts ihrer Topographie und ihrer Wetterlaunen recht anspruchsvoll. "Weicheier" sind hier jedenfalls fehl am Platz.


 Bilder: Angela Schmilewski ©

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