Zwischen Königen und Printen - Vereinstour nach Aachen 2014

Zwischen Königen und Printen - Vereinstour nach Aachen 2014

Auf historischen Boden begaben sich die Mitglieder des RTC Mehlem e. V. im September dieses Jahres. Ihre Vereinstour führte nämlich nach Aachen. Dort ließen sich bereits die Kelten, Römer, Franken, Franzosen und Preußen sowie bis heute hunderte von Studenten nieder. Untrennbar mit der Geschichte Aachens verbunden ist jedoch Karl der Große, der dort seinen Königssitz hatte.

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Freitagabend hieß es für die Reisenden aber erst einmal ankommen. Bei einem gemütlichen, leckeren Abendessen im Hotel ließen sie es sich erst einmal gut gehen. Schließlich war tags darauf eine Radtour in die benachbarte niederländische Provinz Limburg geplant. Genauer gesagt, führte die Route durch das Mergelland nach Valkenburg und von dort über Heerlen und Kerkrade zurück nach Aachen. Wer geglaubt hatte, die Niederlande bestünden ausschließlich aus Flachland unterhalb des Meeresspiegels, wurde hier schmerzhaft eines Besseren belehrt. Insgesamt hatte die ca. 80 Kilometer lange Strecke immerhin 900 Höhenmeter aufzuweisen. Eigentlich ist da ja auch kein Wunder. Schließlich bildet die südliche Provinz Limburg die höchstgelegene Region der Niederlande. Auf jeden Fall kann man hier Ähnlichkeiten mit der nahen Eifel und den Ardennen erkennen.

Selbst bei berühmten Radsportveranstaltungen werden diese topographischen Eigenschaften gerne genutzt. So befindet sich nicht zufällig das Ziel des Frühjahrsklassikers „Amstel Gold Race“ traditionell auf dem berüchtigten Cauberg, wohin eine ca. 800 Meter lange Rampe, die eine Höhendifferenz von ca. 60 Metern (das sind durchschnittlich ca. 8 % und an den steilsten Stellen sogar bis zu 11 %) hinaufführt.

Diese Strapaze sparten sich die RTC-ler jedoch. Schließlich waren sie ja nur zum Vergnügen da. Zumindest wurde der Cauberg aber bergab befahren und anschließend in einem schönen Restaurant in der Valkenburger Innenstadt am Ufer der Geul eine ausgiebige Mittagspause eingenommen. Nach dem Genuss der berühmten „Pannekoeken“ waren die Depots wieder aufgefüllt und konnten wieder ausreichend Energie für die Rückfahrt bereitstellen.

Sonntags wurde dann das Kulturprogramm gestartet. Während eines sehr interessanten geführten Stadtrundgangs hatten die Teilnehmer Gelegenheit, die schöne Altstadt Aachens zu bewundern. Obwohl nicht sehr groß, bietet diese Stadt viele außergewöhnliche Bauwerke, wie z. B. weltberühmten Dom und den Elisenbrunnen. Letzterer ist ein Zeugnis dafür, dass Aachen über warme Quellen verfügt, die bereits die Römer zu schätzen wussten. Bis heute ist Aachen ein begehrter Kurort. Zahlreiche berühmte Persönlichkeiten haben sich nach Aachen zu Kuren begeben. So logierten hier u. a. Albrecht Dürer, Napoleon Bonaparte und dessen Ehefrau Josephine, Erst Moritz Arndt und viele mehr. Selbst Giacomo Casanova war - sogar mehrmals - Kurgast in Aachen; wahrscheinlich, um sich von seinen zahlreichen amourösen Abenteuern zu erholen. Da kann man mal wieder sehen: Nicht nur „dat Wasser von Kölle es joot“.

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Eine weitere Attraktion der Stadt konnten die RTC-ler dann gegen Ende der Stadtführung noch bewundern: die „Öcher Printe“. Seit mehreren Jahrhunderten werden diese Köstlichkeiten hier in zahlreichen Bäckereien nach vielen verschiedenen Rezepten gebacken; und das nicht nur zur Weihnachtszeit sondern während des ganzen Jahres. Immer wieder eine Köstlichkeit, wie eine kleine Verkostung bewies.

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Gegen Nachmittag trennten sich die Tour-Teilnehmer dann wieder und traten die Heimfahrt an. Drei schöne erlebnisreiche Tage lagen hinter ihnen, an die sie sich gerne erinnern werden. Und bestimmt werden sie nicht zum letzten Mal in Aachen gewesen sein.

 Bilder: Angela Schmilewski © hier >>

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