Vereinstour des RTC Mehlem nach Sankt Vith 2016


Vereinstour des RTC Mehlem nach Sankt Vith 2016

RTF im Schlaraffenland

Vereinstour des RTC Mehlem nach Sankt Vith

In der Zeit vom 1. bis 3 Juli 2016 führte der RTC Mehlem seine jährliche Vereinstour durch. In diesem Jahr ging die Reise in die ostbelgische Kleinstadt Sankt Vith in den Ardennen.Diese Gegend ist den meisten Zeitgenossen durch die mörderische Ardennen-Offensive in der Zeit von Dezember 1944 bis Januar 1945 bekannt, in deren Verlauf sich deutsche und alliierte Truppen kurz vor Kriegsende erbarmungslose Schlachten lieferten, die auch die gesamte Region und ihre Einwohner in große Mitleidenschaft gezogen haben.Was allerdings den Wenigsten bekannt sein dürfte, ist die Tatsache, dass die Wallonie, zu der auch die Ardennen gehören, die „Genussregion Belgiens“ ist. Hiervon konnten sich die RTC-ler hinreichend überzeugen.

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 Doch nun der Reihe nach:

Am Freitag, dem 1. Juli 2016, machten sich acht Mitglieder des RTC sowie fünf Ehefrauen auf den Weg nach Sankt Vith. Stefan Heinen und Michael Truckenbrodt legten die Strecke mit ihren Rennrädern zurück. Die Route führte sie von Wachtberg über Bad Münstereifel und Blankenheim durch die schöne Eifel nach Losheimergraben, wo der Grenzübertritt in das Nachbarland erfolgte. Bis hier verlief die Route überwiegend bergauf. Diese Tatsache, verbunden mit dem starken Gegenwind, der zu diesem Zeitpunkt herrschte, machte die Fahrt zu einem wahren Kraftakt. Von der Staatsgrenze aus waren jedoch nur noch wenige Kilometer zu bewältigen, die überwiegend bergab durch die Orte Manderfeld und Schönberg führten.

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Im hervorragenden Hotel Pip-Margraff, das dem RTC Mehlem als Standorthotel diente, wurde den Reiseteilnehmern ein sterneverdächtiges Vier-Gang-Menü angeboten. Glücklicherweise konnten die RTC-ler diesen Gaumenschmaus sowie auch das anschließende Treffen mit den Akteuren des befreundeten RSV Sankt Vith, bei dem eine Menge des guten belgischen Bieres flossen, ohne Reue genießen, da am nächsten Tag die „Drei-Länder-Fahrt“ des RSV Sankt Vith auf dem Programm stand.
Im Rahmen dieser Radsportveranstaltung boten die Mitglieder des RSV St. Vith eine breite Palette von Strecken an (25 km, 45 km, 75 km, 115 km und 150 km). Die großen Routen führten durch die drei benachbarten Länder (Belgien, Deutschland und Luxemburg). Meist wurden verkehrsarme kleine Landstraßen oder Feld- und Waldwege befahren. Zwei Dinge hatten alle Strecken gemeinsam: Es waren etliche Höhenmeter zu bewältigen, und sie führten durch malerische, idyllische Landschaften.

Vier der Teilnehmer legten die 115 km-Strecke zurück, zwei die 75 km sowie drei mitgereiste Ehefrauen die 45 km-Strecke. Hervorzuheben war jedoch die Leistung der RTF-Wartin des RTC Mehlem, Angela Schmilewski, die als einzige RTC-lerin die 150 km-Strecke unter die schmalen Reifen nahm. Respekt!
Als Fazit stellten die Teilnehmer fest, dass es sich bei der „Drei-Länder-Fahrt“ um eine der schönsten RTF-Veranstaltungen handelt, die ihnen bekannt ist. Auch hier wurde den Fahrern deutlich, dass sie sich in der „Genussregion“ befanden. Wo wird man sonst an einer RTF-Verpflegungsstation mit Ardenner Schinken und der regionalen Spezialität „Reiskuchen“ verwöhnt?
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Abends nach der Tour wartete schon das nächste Vier-Gang-Menü auf die Radsportler, welches diese mit besonders großem Genuss verspeisten. Bevor die müden Knochen allerdings ins Bett geschafft wurden, mussten der deutschen Nationalmannschaft beim Rudel-Gucken in einer benachbarten Bar noch die Daumen gedrückt werden (damals noch mit Erfolg :).

Für Sonntagvormittag stand dann noch ein wenig Kultur auf dem Programm: Es wurde das Besucherbergwerk in Recht besichtigt. Dieses wurde in den vergangen Jahren von einem kleinen Betreiberverein mit viel Arbeit, Mühe und Liebe zum Detail errichtet. Die Besucher konnten sich dort ein Bild davon machen, unter welchen Strapazen und Gefahren früher der in der Region berühmte Blauschiefer oder Blaustein abgebaut wurde.

Zum Ende der Tour kamen die RTC-ler zu dem Schluss, dass man, wenn man sich schon in der „Belgischen Genussregion“ befindet, auf jeden Fall einmal die dort angebotenen Fritten probieren muss. Dies wurde in einer kleinen „Frittüre“, wie die Imbiss-Buden in Belgien genannt werden, mit großem Genuss praktiziert.

Abschließend waren sich alle Teilnehmer einig, dass es sich um eine rundum gelungene Tour gehandelt hat. Die „Drei-Länder-Fahrt“ sollte sich kein Rennradler entgehen lassen. Auch die Gastfreundschaft der Mitglieder des RSV Sankt Vith, des Hotelpersonals und der Bevölkerung in der Region trug maßgebend dazu bei, dass spontan ein Beschluss gefasst wurde: Hier fahren wir auf jeden Fall noch einmal hin.

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Text: Michael Truckenbrodt
Bilder: Angela Schmilewski ©

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